Montag, 26. Februar 2018 Reise- und Erfahrungsberichtbericht von einem unserer Gäste.
von Georg Rothe:
Aufenthalt in THAILAND 20.02.2018 - 01.03.2018
Montag, 26. Februar 2018
Um 8 Uhr hat es wieder 19°C, bei 84% relativer Luftfeuchte ist es etwas schwül, am Himmel
türmen sich Wolkentürme – es wird doch kein Gewittertag werden?
Rainer hat heute ein größeres Besichtigungsprogramm zusammengestellt. Zunächst fahren wir zu einer Seidenraupenzucht (Thai Silk Factory Jolie Femme): von der Raupe über die Seidengewinnung und -verarbeitung bis hin zum Verkauf der Kleidungsstücke ist die gesamte
Produktion und Vermarktung unter einem Dach vereint. Alles ist hier sehr edel und teuer. Man legt Wert auf die Erkenntnis, daß alles handgemacht ist: die Seidenraupen werden händisch aufgezogen, ihre Fäden händisch gewonnen, und auch die Webstühle, mit denen dann alle möglichen Kleidungsstücke hergestellt werden, haben natürlich manuelle Bedienung.
Der nächste Programmpunkt: die Herstellung von Schirmen aus Bambus und Papier im Umbrella Making Centre, Borsang Village. Teils zierlich, teils robust – wie hätte es der Kunde
gerne? Handbemalt mit thailändischen Motiven. Wolfgang läßt sich von einem Künstler ein Elefantenmotiv auf seinen Sonnenhut malen - sehr schön! Angeschlossen wieder ein großer Verkaufsraum europäischer Art, hier gibt es nicht nur Schirme aller Art vom zierlichen Sonnenschirm bis zum wuchtigen Gartenumbrella ist alles vertreten.
Und auch Gemälde kann man hier kaufen, teilweise zu thailändisch unüblich hohen Preisen,
natürlich immer mit asiatischen Motiven.
Jetzt wird es interessant: die nordöstliche Ausfallstraße Nr. 118 führt Richtung Chiang Rai, sie
würde nordwärts nach etwa 200 km die Grenze zu Laos erreichen. Soweit ich dies nachträglich
richtig recherchieren kann, befahren wir sie bis zur Ortschaft Pong Din, dort zweigen wir auf eine kleine Seitenstraße ab, die halbkreisförmig nach Doi Saket zurückführt: steil geht es hier bergan, bis auf über 1000 m auf eindrucksvolle Weise durch grünen Dschungel. Gelegentlich lockern blühende japanische Kirschblüten das Bild der "grünen Hölle" auf. Ich versuche,
mit vielen Foto- und Filmsequenzen die großartigen Eindrücke festzuhalten.
Die düsteren Wolken des Vormittags haben sich inzwischen völlig verzogen, nur einige Sommerwölkchen zieren den blauen Himmel. Wir kommen auf dieser Route in das
Gebiet der Kaffeeplantagen – die Kaffeebäume wurden als Stecklinge ausgepflanzt,
alle sind von der gleichen Sorte "Arabica". Unzählige Kaffeesorten entstehen
durch unterschiedliche Dauer und Temperatur beim Rösten – schwarz oder
braun, mild oder superstark. In jedem Fall keineswegs billig, sondern preislich durchaus im von Deutschland gewohnten Niveau angesiedelt. Hier ist Kaffee ein Wertobjekt, keine Billigware.
Wir wandern ein Stück in den Dschungel der Kaffeepflanzen hinein, Rainer kennt den Weg von früheren Ausflügen. Der Wald ist erfüllt von vielfältigen Geräuschen, besonders fällt uns das Summen wilder Bienen auf, die in hohen Bäumen ihre Waben haben. Mit dem Zoom
hole ich einen der Bienenstöcke dicht heran: was hier so selbstverständlich im Großformat zu sehen ist, befindet sich etwa 50 m weit weg, mindestens in 15 m Höhe, am Stamm eines Urwaldbaumes. Die Insekten selbst sind nicht zu erkennen.
Von diesem schweißtreibenden Ausflug zurückgekehrt, springen wir zum Ausgleich in den Pool – wie immer. Dann kochen Rainer und Siriwan ein gutes Abendessen, das wir im Haus am
großen Tisch im Kreis der Familie einnehmen. Auf dem Bild sind auch Siriwans jüngerer Sohn und ihre Mutter zu sehen.



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